Die Geschichte der EU
Die Geschichte der EU

Die Geschichte der EU

Die Europäische Union ist ein zentraler Teil unseres alltäglichen Lebens. Diese politische Instanz im Leben so vieler Europäer war jedoch noch nicht immer so gegeben. Daher habe ich hier die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse und Daten der EU zusammengetragen, um die Fragen zu beantworten warum und wie sie gegründet wurde. Und um ihren weitern Verlauf, nach Gründung der Union, darzustellen.

Das Ziel der Europäischen Union und ihrer Vorgänger war es, ein friedliches Zusammenleben aller Europäer, welche sich in den zwei davorigen Weltkriegen bekämpft hatten, zu gewährleisten.

Daher wurde 1950 die Europäische Gemeinschaft für Stahl und Eisen geründet. Seitdem unterstanden die kriegswichtigsten Ressourcen einer gemeinsamen Kontrolle, somit wurde es unmöglich, heimlich für einen Krieg aufzurüsten. Die Gründerländer waren Frankreich, Belgien, die Niederlande, Italien, Luxemburg und Deutschland.

Der nächste Schritt geschah 1957/58, mit dem Vertrag von Rom. Damit wird eine Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) gegründet. Das Ziel der EWG war es, Zölle und Handelsschranken abzubauen, damit sich der Handel zwischen den Mitgliedsstaaten verstärkt. Es legt damit den Grundstein für den heutigen Binnenmarkt. Die Aufgabe der Euratom war die friedliche Nutzung und Forschung in der Kernenergie. 

In den 1960er Jahren wird die wirtschaftliche Zusammenarbeit gestärkt. Dies geschieht zum größten Teil durch das gemeinsame Organisieren von Agrarprodukten und die komplette Abschaffung von Zöllen. Ebenfalls werden wichtige Europäische Organe in den Europäischen Gemeinschaften (EG) zusammengelegt.

Im Jahr 1973 vergrößern sich die Europäischen Gemeinschaften um drei neue Staaten, diese sind Dänemark, Großbritannien und Irland. In den folgenden Jahren werden Strukturschwächere Regionen der Union unterstützt und gefördert. Außerdem vergrößert sich der Einfluss des EU- Parlaments. Die jeweiligen Vertreter wurden darüber hinaus 1979 zum ersten Mal von den Bürgern und Bürgerinnen der Europäischen Gemeinschaften direkt gewählt.

Das zehnte Mitgliedsland der EG wurde Griechenland, welches 1981 beitrat. 1986 folgten Spanien und Portugal, als Nummer 11 und 12. Ein Jahr später wird zudem eine einheitliche Europäische Akte unterzeichnet, welche den Weg zum vollständigen Binnenmarkt bis 1992 ebnet. 1990, nach dem Fall der Berliner Mauer, werden die neuen Bundesländer Teil der Europäischen Gemeinschaften. Durch den Zerfall der Sowjetunion bestand nun auch die Hoffnung, auf ein vollends geeintes Europa, ohne Grenzen und mit freiem Warenverkehr.

Im Jahr 1992 galt dann der Binnenmarkt, als fast vollendet, wodurch die Mitgliedsstaaten ein Gerüst für die Europäische Union hatten, welche am 1. November 1993, als Vertrag von Maastricht in Kraft trat. Die Folgen waren eine komplette Zusammenlegung aller Gemeinschaften, gemeinsame wirtschaftliche Richtlinien, Vereinbarung über die Einführung des Euros, mehr Einfluss des EU-Parlaments auf die Mitgliedsstaaten und die 3-Säulen-Struktur der Europäischen Politik. Mit Schweden, Österreich und Finnland treten 1995 dann drei weitere Staaten der Europäischen Union bei. In diesem Jahrzehnt wird zudem die Europäische Zentralbank ins Leben gerufen und das Schengener Abkommen beschlossen. Durch dieses nehmen Personalkontrollen an Binnengrenzen (Landesgrenzen innerhalb der EU) ab.

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In den 2000er Jahren wird der Euro eingeführt und Gesetzesänderungen vorgenommen, damit bei der Ost-Erweiterung der EU keine Probleme auftreten. Die Erweiterung geschieht 2004. Neu in die EU kamen Lettland, Litauen, Estland, Malta, Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien, die Slowakei und Zypern. Drei Jahren später erhöht sich die Zahl der Mitgliedsstaaten auf 27, da Rumänien und Bulgarien der EU beitreten. 2009 wurde die 3-Säulen-Struktur der EU aufgehoben. Alles ist seitdem in einem Vertragswerk zusammengeschlossen. Ebenfalls werden neue Ämter geschaffen und das Parlament erhält mehr politische Macht.

Nach dem Antrag Griechenlands, in welchem sie um Finanzhilfen bitten, stellt die EU einen Stabilisationsmechanismus auf. 2012 werden dann, mit Hilfe des Fiskalvertrags, viele Fragen rund um Schuldenbremsen, Staatsverschuldungen und finanzielle Hilfen geklärt (welche, durch Griechenland finanzielle Situation entstanden). Mit Kroatien trat dann das bisher letzte Land der Europäischen Union bei.  Jedoch wurde nach dem Brexit-Referendum ein Austritt Großbritanniens aus der EU in die Wege geleitet. Seit dem 31. Januar 2020 ist Großbritannien nun ganz aus der EU ausgetreten.

In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird die Europäische Union weiterhin die Politik unseres Kontinents bestimmen, also sollten wir uns alle weiter um eine stabile EU bemühen, damit es in Zukunft weiterhin Wohlstand und Frieden in Europa und Deutschland geben kann.

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